Pampasgras 

Solidago

Das mehrjährige, immergrüne Pampasgras (Cortaderia selloana) ist die einzige Art in der Gattung der Pampasgräser. Es gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales), zu denen die meisten Gräser und Getreidesorten gehören. Durch Züchtung wurden einige Sorten wie die "Rosea" mit rosa Blütenständen oder auch die kleinere "Pumila" selektiert.

Beschreibung
Mit den Namen Pampasgras, Südamerikanisches -, Amerikanisches - oder auch Silber-Pampasgras ist immer die Art Cortaderia selloana bezeichnet. Dieses imposante Gras wird etwa 2,50m hoch, bei guten Bedingungen kann es Höhen bis zu 4m erreichen. Die Sorte "Pumila" wird etwa 1,50m hoch und wächst mehr in die Breite.
Die Blätter, die aus dem Horst wachsen, werden 1-2m hoch und sind blaugrün. Da sie sehr scharf sind, kann man sich an ihnen leicht Verletzungen zufügen. Das Pampasgras sollte daher nicht direkt an Plätzen gepflanzt werden, an denen Kinder spielen. Giftig ist die Pflanze nicht.
An dem hoch herausragenden Blütenstand blühen von August bis September die weiß-silbrigen Blütenrispen, bei der Sorte "Rosea" sind diese hellrosa. Sie werden 30-50cm lang und erinnern mit ihrem luftigen Wuchs an Federn.
Die Pflanze ist zweihäusig, männliche und weibliche Blüten befinden sich an verschiedenen Pflanzen. Die Blüten der männlichen Pflanzen sind dabei unauffälliger und eher fahnenförmig.

Systematik
Das Pampasgras gehört zur Gattung der Pampasgräser (Cortaderia) und zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Diese Familie, zu der auch die wichtigsten Wirtschaftsgräser und Getreidesorten zählen, umfasst Gräser von wenigen Zentimeter Höhe bis zum meterhohen Bambus mit armdicken, verholzenden Halmen. Sie kommen in allen Teilen der Welt vor und bedecken in Grasland, Savannen und Steppen einen großen Teil der Erde. Sie gehören als einzige Familie zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales), die wiederum zur Klasse der Bedecktsamer gehören (die Samenanlage wird von einem Fruchtblatt eingeschlossen). Innerhalb dieser Klasse werden sie den Einkeimblättrigen (Monokotyledonen) zugeordnet, bei denen im Samen im Embryo nur ein Keimblatt angelegt wird. Die meisten zugehörigen Arten sind krautig, eine Ausnahme bildet zum Beispiel die Palme.
Das Amerikanische Pampasgras (Cortaderia selloana)ist die einzige Art seiner Gattung, die durch Züchtung um einige Sorten erweitert wurde.

Verbreitung
Das Pampasgras wächst, wie der Name vermuten lässt, in der Pampa Südamerikas, wo es auf Sand- und Schwemmlandböden in ganz Südamerika in gemäßigtem Klima vorkommt. In Europa wird es etwa seit dem 18. Jahrhundert kultiviert.

Standortansprüche
Das Pampasgras benötigt einen gut durchlässigen, eher sandigen Boden, auch auf steinigen Böden gedeiht es gut. Der Boden sollte eher frisch, aber auf keinen Fall nass sein. Ein guter Nährstoffgehalt ist ebenfalls wichtig und wird auf durchlässigen Böden mit entsprechenden Düngergaben erreicht. Als Pflanze der offenen Graslandschaften benötigt das Gras einen sonnigen Standort, im Schatten und unter feuchten Bedingungen kann ein Pilzbefall entstehen.
Für die Kultur im Kübel ist es gut geeignet, der Kübel sollte natürlich entsprechend groß gewählt werden. Durch das kompakte Wurzelsystem kommt das Pampasgras aber gut mit den beengten Verhältnissen zurecht und wirkt mit seiner Größe auch im Kübel als Hingucker. Wichtig ist hier das regelmäßige Gießen und Düngen.

Kultur im Garten
Aufgrund der speziellen Standortsprüche passt das Pampasgras nicht zu den meisten Gräsern, Stauden und Sommerblumen, im Einzelstand wirkt es aber ohnehin am besten. Robuste, klein bleibende Stauden wie der Storchschnabel können zur Auflockerung im Umfeld gepflanzt werden.
Das Gras ist im Container erhältlich und wird bevorzugt im Frühjahr gepflanzt, so kann es bis zum Winter bereits ausreichendes Wurzelwerk ausbilden. Die dekorativen Blütenstände bleiben nach dem Absterben Ende Herbst auf den Beeten, im Frühjahr treiben sie neu aus. Sie sind frisch und getrocknet auch in der Bodenvase ein Highlight. Die Blätter sind immergrün, abgestorbene Blätter sollten im Frühjahr ebenfalls entfernt werden.

Pflegehinweise
Das Pampasgras benötigt nach der Pflanzung Wasser und Dünger, der Boden darf jedoch nicht zu nass sein. Als Dünger eignen sich Langzeitdünger bzw. Kompost oder auch spezielle Grasdünger, die regelmäßig über das Gießwasser verabreicht werden. Flüssigdünger sind vor allem im Kübel empfehlenswert, da sie genau dosiert werden können und der Pflanze direkt zur Verfügung stehen.
Im Winter ist das Pampasgras anfällig für Nässe, die im Herzen der Pflanze zu Fäulnis führen kann. Die Halme werden daher im Herbst nicht zurückgeschnitten, sondern zusammengebunden. Zusammen mit einer Abdeckung aus Reisig schützen sie so das Innere der Pflanze vor Feuchtigkeit. Im Frühjahr können die abgestorbenen Blütenstände und Blätter dann abgeschnitten werden.
Die Vermehrung erfolgt über die Teilung des Horstes mit einem scharfen Messer oder Spaten. Auch hier ist das Frühjahr die beste Zeit für die Vermehrung. Die Aussaat ist möglich, in unseren Regionen jedoch schwierig.
Das Pampasgras ist wenig anfällig für Schädlinge oder Krankheiten, lediglich bei Staunässe oder Nässe im Winter können Staunässe und Pilze auftreten.